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In der Lega Nord ist man überzeugt eine
norditalienische Bürgerwehr zum
Schutz der Bevölkerung aufbauen zu müssen.
Laut der Partei gäbe es bereits circa hundert Freiwillige,
die diesen Sommer mit den Kontrollgängen beginnen würden.
Die Planung zur Koordination des Projets Veneto Sicuro (Sicheres
Venezien) ist bereits angelaufen.
Ziel des Programms sei die Zusammenarbeit von zivilen
Streifengruppen und den Ordnungskräften.
Des weiteren könnte so der aktuelle Mangel an staatlichen
Sicherheitskräften ausgeglichen werden.
Daniele Stival (Lega Nord), Kommissionspräsident der Region Veneto,
gehört zu den Befürwortern einer norditalienischen Bürgerwehr.
Er ruft auch die Bürgermeister aus anderen Parteien zur
Kollaboration auf,
da die Frage nach Sicherheit keine Frage der Parteizugehörigkeit
wäre.
Er betont, dass in der Region Venetien zwischen 300 und 400 Bürger
nötig seien,
um die Bürgerwehr gewissenhaft einsetzen zu können.
Gegner der Organisation einer Bürgerwehr befürchten,
dass sich durch die Aktivierung von zivilen Streifengruppen eine
Atmosphäre aus Rassismus und
Willkür entwickeln könnte.
Der Großteil der Bevölkerung scheint diese Sorgen jedoch nicht zu
teilen und
zeigt sich an der Beteiligung von Bürgern an Kontrollgängen
interessiert. |