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Am Tag des astronomischen Frühlingsbeginns wurde
Nouruz,
der „Neue Tag“, das altiranische Neujahr- und Frühlingsfest,
gefeiert.
Anlässlich de traditionellen Brauchs dieses auf Zarathustra
zurückzuführenden Festes,
ließen mehrere junge Afghanen bunte Drachen auf der Piazza San Marco
steigen.
Die Drachen symbolisieren für die Flüchtlinge Freiheit, „die einzige
Möglichkeit um so hoch zu fliegen“.
Und wer das farbenprächtige Spektakel bewunderte,
das den venezianischen Himmel Rot, Blau, Grün, Gelb, Orange und
Violet sprenkelte,
bekam tatsächlich ein Gefühl von Grenzenlosigkeit vermittelt.
Beinahe zur selben Zeit stiegen auch in Kabul die Drachen wie
damals,
zu den Zeiten vor der Herrschaft der Taliban.
Der Wettkampf der Drachensteiger wurde dort als nationales
Großereignis zelebriert und
der Sieger feierlich gekürt.
In Venedig hingegen wurde kein Sieger bestimmt,
doch auch hier versinnbildlichen die Drachen die Hoffnung auf ein
Leben in Frieden und
Freiheit, für welches die jungen Feiernden bereits einen harten Weg
auf sich nahmen.
Ihre Erzählungen über die Situation in ihrer Heimat und ihre Flucht
sind ergreifend.
Der Großteil der afghanischen Flüchtlinge lebt ohne Eltern und
Familien in Venedig, viele sind noch nicht einmal volljährig.
Sie versuchen sich eine neue Heimat zu schaffen und
schicken ihre Wünsche für eine bessere Zukunft mit den Drachen gen
Himmel. |