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Die Wirtschaftskrise hat weltweit Löcher in
verschiedenste Geldbeutel gerissen.
Die problematische Situation vieler Banken wurde bereits en detail
in den Medien breitgetreten.
Dass auch viele Firmen unter dieser Krise zu leiden haben, ist
mittlerweile auch ins Bewusstsein der Bevölkerung gesickert und
die eigene Betroffenheit vieler Einzelner, die das oft mühsam
Ersparte verloren oder um den Arbeitsplatz und ihre Existenz bangen,
bewegt die Gesellschaft.
Wer sich weitere Gedanken zu dieser Problematik macht, muss
irgendwann zu dem Rückschluss kommen,
dass früher oder später auch die Kassen der Kommunen, Städte, Kreise
und so weiter die Auswirkungen der Rezession spüren.
Soweit zu gehen und sich die aktuelle Situation der Stadtkasse
Venedigs auszumalen, hat jedoch wahrscheinlich keiner gewagt.
Die pessimistischsten aller Schwarzmaler vielleicht ausgenommen.
Denn die scheint absolut kohlrabenschwarz.
Sogar die schlimmsten Befürchtungen des Bürgermeisters werden von
der reellen finanziellen Lage der Lagunenstadt übertroffen.
Doch die Serenissima wird hauptsächlich von dem von
der Regierung beinahe aufgedrängten Hochwasserschutzprojekt MOSE in
die Knie gezwungen.
Die Finanzkrise, die sonst oft als allein Schuldige aller Probleme
gesehen wird, scheint nur zweitrangig.
So werden demnächst sämtliche Baustellen der Stadt geschlossen.
Dabei gehört Venedig wohl zu den renovierungsbedürftigsten Städten
überhaupt.
Den sein eigentliches Kapital, die einzigartige Lage im Wasser, ist
gleichzeitig sein Ruin.
Langsam aber beständig frisst das Salz sich in die Stadt, ihre
Mauern, ihre antiken Gebäude und Palazzi.
Um weiter Touristen und deren finanzkräftige „Unterstützung“
anzuziehen, müssen diese Sehenswürdigkeiten erhalten bleiben,
somit ständig restauriert werden.
Auf staatliche Zuschüsse wartet das noch beliebte Touristendomizil
vergebens, denn auch diese Kassen laufen nicht unbedingt über. |