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Die Völker der Antike zollten ihren
Fruchtbarkeitsgöttern ebenso Dank, wie die nordischen Stämme oder
die Japaner der Kaiserzeit.
Und bis heute sind viele der althergebrachten Bräuche lebendig.
Die Christenheit feiert ein Erntdankfest, Juden begehen das
Laubhüttenfest,
Nordamerika ist für das Thanksgivingmahl mit gebratenem Truthahn
bekannt, im modernen Japan hält man den Kinrô Kansha no Hi,
den Tag des Dankes für die Arbeit ab und im Süden Indiens wird das
farbenfrohe Fest Onam gefeiert.
Neben den traditionsgebundenen katholischchristlichen Gebräuchen
würdigt Caorle die Ernte mit einem zusätzlichen,
einem weniger religiösen Fest.
In das historische Stadtzentrum lädt man, um die Produkte der
diesjährigen Ernte zu kosten und zu genießen.
Die große Vielfalt der regional typischen Küche erstrahlt dank der
neuen Ernte in frischem Glanz.
Die klimatischen Verhältnisse und die Lage Venetiens sorgen für eine
außergewöhnliche Bandbreite unterschiedlichster Lebensmittel.
Das Wissen um Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung, welches oft
über Generationen weitergegeben wird,
das Erkennen des richtigen Zeitpunktes für den folgenden
Arbeitsvorgang, die nötige Ruhe und erforderliche Geduld,
bilden die Basis für das einmalige Geschmackserlebnis.
So präsentiert Caorle am 18. Oktober in seiner Altstadt ein
Freudenfest für den Gaumen. |