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Hat sie die Gleichberechtigung in
Europa vielleicht durchgesetzt?

  
  

Alexandra Hai und ihr Traumberuf Gondoliere

  

Jeder, der die Lagunenstadt schon einmal besucht hat,
erinnert sich an die Gondolieri Venedigs.

Die meist jungen Männer, oft in gestreiften Shirts und mit den traditionellen Strohhüten auf den Köpfen,
die mit einer langen Stange ihre schwarzen Gondeln,
für einen nicht unerheblichen Betrag, durch die Kanäle leiten.


Auch Alexandra Hai war beeindruckt.
Bis jetzt erregt noch wenig an dieser Geschichte Aufsehen.

Doch in der deutschstämmigen Amerikanerin erwacht der Wunsch selbst eine der prachtvollen Gondeln zu steuern.
Seitdem kämpft sie um ihren Traum. Denn bisher sind alle Gondolieri Männer.

Alle 425 Mitglieder der Gesellschaft der Gondolieri.
Seit 1094. Und wenn es nach den Gondellenkern Venedigs geht, würde dies auch so bleiben.


Alexandra Hai ist bereits mehrere Male durch die Fahrprüfung gefallen,
so auch bei der letzten.

Allerdings moniert die Frau, die von 126 Bewerbern Platz 53 ereichte,
es stehe schon von Anfang an fest, dass „mann“ sie nicht bestehen lassen wolle,
unabhängig von ihren Fähigkeiten.

Auch zwei weitere Bewerberinnen schafften es nicht auf einen der,
zum Erhalten der Fahrerlaubnis nötigen, ersten 40 Plätze.

Alexandra Hai lenkt ihre Gondel trotzdem. Dank einem Gerichtsurteil aus Mailand.

Zwar darf sie sich nicht Gondoliere nennen und ist auch nicht in deren Gesellschaft akzeptiert,
doch ihr Arbeitgeber Franco Martini lässt sie Gondelfahrten für sein Hotel unternehmen.

Diese gelten als privat und sind laut Urteil erlaubt.


Doch selbst dies wollen ihre männlichen „Kollegen“ nicht zu lassen:
auch für die Führung einer Gondel für einen privaten Fahrservice sei der Führerschein Pflicht.

Der Vorsitzende der Vereinigung Roberto Lippi: „Das ist auch wichtig bei den engen Kanälen,
dem immer weiter zunehmenden Verkehr, Tidenwechseln und bewegtem Meer: Wir brauchen hier Professionalität und Vorbereitung.“

Und die Stadt stimmt dem zu.
Michelle Vianello, Venedigs Vizebürgermeister, kündigt an,
man werde in Berufung gehen, wenn nötig bis zum höchsten italienischen Gericht.


Obwohl sie auf Grund ihrer Tätigkeit Diskriminierungen und
Beleidigungen ertragen muss, hat sich an Haies Traumberuf nichts geändert:
Sie will weiterhin Gondeln durch Venedigs romantische Kanäle steuern.


Wieweit ist es mit der Gleichstellung in einem Land mitten in Europa her?
Die Gondoliere sträuben sich mit Haut und Haaren eine Frau in ihrem Beruf anzuerkennen.

Die Pizzalioi behaupten Frauen könnten die Kraft nicht aufbringen den ganzen Tag Pizzen durch die Luft zu wirbeln.
Keiner der Vorstandschefs der größten Unternehmen des Landes ist weiblich,
die wichtigsten Ministerien sind fest in Männerhand.

Natürlich können in Italien Frauen jeden Beruf ergreifen, den sie wollen.
Das ist in der Verfassung festgelegt.

Doch es scheint als ob hier der Machismos wohl noch sehr tief verwurzelt ist und
einige Herren der Schöpfung nur schwer mit Emanzipation und
Gleichberechtigung umgehen können.

   
  
  

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