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Seit mehreren Wochen ist der Markusplatz mal wieder
eine Baustelle.
Die Hochwasserstände in Venedig scheinen für
das höchste Gebäude der Stadt (98,6 m) verhängnisvolle Folgen zu
haben.
Mit jedem Mal, wenn das Wasser steigt und
die Piazza San Marco mit seinen salzigen Fluten bedeckt,
hinterlässt,
das Meer seine Spuren im Form von eines Salzfilmes.
Diese frisst sich langsam, aber beständig in die grandiosen Bauwerke
der Lagunenstadt.
Zwar sollen künftige Überschwemmungen durch das
Hochwasserschutzsystem MOSE verhindert werden,
doch für den Campanile wäre es verheerend, so lange zu warten bis
jenes fertig gestellt ist.
Einige erst Initiativen sahen die Erhöhung des Markusplatz als
sinnvolle Lösung des Überflutungsproblems,
doch diese wurden wieder verworfen.
Die aktuelle Methode sieht nur die Erhöhung und Verstärkung des
Uferkais vor.
Weiter werden diverse Ableitungssysteme installiert.
Ein weiteres Problem stellen die Holzpfähle, auf welchen der
beliebte Glockenturm steht, dar.
Denn auch an ihnen nagt das Wasser, weshalb sie mittlerweile marode
geworden sind.
Natürlich will man in Venedig keinen weiteres Mal abwarten,
bis der „Padrone di casa“ (Herr des Hauses) in sich zusammen stürzt.
Auch möchte man in Venedig keinen schiefen Turm wie in Pisa.
Also wird von ThyssenKrupp Titan geliefert,
um mit einer Art monströsem Korsett das Fundament zu verstärken und
auszugleichen.
Titan weißt unter derartigen Bedingungen eine extrem lange
Lebensdauer auf.
Bei keinem anderen Material trifft man diese laut Markus Holz,
dem Geschäftsführer von ThyssenKrupp Titanium, an. |