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Zu den Zeiten der berühmten Kunstausstellung ist
Venedig meist gut besucht.
Hat man dieses Jahr wegen der weltweiten Finanzkrise mit einem
verminderten Andrang von
Kunst- und Kulturhungrigen gerechnet, hat man sich die Realität
betrachtend wohl geirrt.
Wieder ist die Stadt fast ausgebucht, 90% der Zimmer sind belegt.
Doch diese Touristen gelten in Venedig als „anders“.
Auch zu anderen Zeiten besuchen Kulturellinteressierte die Stadt,
doch meist ist die Masse im Ganzen gesehen eine Mischung aus
Romantikern,
Touristen der Adriabadorten, die „in der Gegend“ Urlaub und einen
kleinen Ausflug in die Stadt Casanovas machen,
Schulklassen und Menschen, die sich für Geschichte, Kunst oder
Kultur begeistern.
Zur Biennale findet man jedoch fast keinen Touristen, der nicht
wegen eben jener Exposition anreiste.
Das diese Touristen meist gut betucht sind, freut Hotel, Gastronomie
und Einzelhandel gleichermaßen.
Besonders da seit dem grandiosen Andrang zum Karneval eine gewisse
Flaute, was das Reiseziel Venezia betrifft, herrschte.
Mit der Biennale und ihren Gästen die sich an den vielfältigen
Ausstellungen in den verschiedenen Museen wie
dem neuen Punta della Dogana, Ca`Pesaro, Guggenheim, Ca`d`Oro,
Palazzo Grassi oder
dem Museo di Vedova sowie den großartigen Ausstellungsorten wie den
Länderpavillons erfreuen,
haben die Einwohner ihren gewohnten, vielleicht schon verloren
geglaubten Alltag zurück.
Doch auch weniger im künstlerischen Bereich Bewanderte sollten sich
Venedig zu dieser Zeit nicht entgehen lassen.
Die Atmosphäre während der Exposition scheint einzigartig und ist
wirklich ein Erlebnis.
Die kulturell angehauchte Stimmung endet nicht beim verlassen eines
Museums oder Pavillons.
Künstler, Stilisten, Modelle, Journalisten und Kunstkritiker prägen
das Bild.
Die Stadt wirkt wie in einen still- und niveauvollen Nebel getaucht.
Selbst der mehrfache russische Millionär Abramovich und Miuccia
Prada konnten sich dessen nicht entziehen... |