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Der Umzug verweißt auf einen alten Brauch.
An Maria Lichtmess, dem 2. Februar, wurden die Bräute Venedigs und
ihre künftigen Ehen gesegnet.
Aus dem Kreis der jungen Mädchen wurden zwölf der ärmsten und
schönsten Bräute ausgewählt,
die als barmherziges Zeichen eine Mitgift aus Spenden der reichen
Patrizierfamilien der Stadt gewährte wurde.
Die Mädchen zogen so nach der Segnung in der Basilika di San Pietro
di Castello in einer großen Prozession zum Markusplatz.
Der Doge richtete in seinem Palast anschließend noch ein Festmahl zu
Ehren der frisch Vermählten aus.
So erhielten einige junge Familien ein Hochzeitsmahl von dem sie
vorher wohl nicht zu träumen gewagt hätten und
dank der unvorhergesehenen Mitgift rosigere Zukunftsaussichten.
Heute ist die Wahl zur Marie nicht mehr an Armut und ein
Eheversprechen geknüpft.
Jährlich werden aus den zahlreichen Bewerberinnen die zwei
hübschesten jedes Sestiere ausgewählt,
die dann reichgeschmückt von der Basilika zum Dogenpalast geleitet
werden. Wer genau hinsieht, erkennt,
dass die Prozession auf eine zwölffache Hochzeit zurückzuführen ist.
Brautjungfern und Musikanten begleiten den Zug zum Markusplatz.
Ein weiteres Erlebnis bietet die vom Institut für Blinde in Mailand
ausgerichtete Veranstaltung „Carnevale al buio“ (Karneval im
Dunkeln). Sie findet vom 6. bis zum 16. Februar von 10.oo bis 18.3o
im Palazzo delle Esposizioni statt.
Tickets unter: http://www.teleart.org/start/inizio.php?idSito=402 |