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Touristenattraktion wird zum Risikofaktor

  

Marmorplatten könnten auf den Markusplatz stürzen

  
  

Der für marode Anfälligkeit bekannte Turm Venedigs ist eigentlich der berühmte Campanile di San Marco.

Seit dem Einsturz des Glockenturms von 1902 und dem anschließenden Wiederaufbau macht er mehr oder
weniger regelmäßig Schlagzeilen.

Es werden Spekulationen über diverse Risse angestellt, Stützen konstruiert, das Fundament gestärkt,...

Zwar sind wie in jeder Stadt mit altehrwürdigen Touristen anziehenden Gebäuden auch hin und wieder andere Renovierungs- und Restaurationsarbeiten von Nöten, doch die Altersmale des Wahrzeichens der Lagunenstadt werden seit jeher mit
besonderem Interesse verfolgt.

Jetzt hat der gute Markusturm jedoch einen Konkurrenten aus engster Nachbarschaft : den Torre dell`Orologio.

Der Turm präsentiert neben der prachtvollen astronomischen Uhr aus Lapislazuli, welche Mond- und Sonnenphasen,
sowie die zwölf Tierkreiszeichen zeigt, ein faszinierendes bronzenes Glockenspiel auf dem Dach.

  

  

Gestern stellte der Architekt Claudio Menichelli gravierende Mängel an der marmornen Fassade Uhrenturms fest.

Platten des Gesteins könnten sich lösen und auf den Platz stürzen.

Sicherheitskräfte sperrten die Gefahrenzone auf der Piazza San Marco.

Von der Stadt geplante Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen finanziellen Lage der Stadtkassen,
die einen Sparkurs beinhalten, was die Ausgaben zur Erhaltung der antiken Palazzi und Monumenti betrifft,
werden durch die entdeckten Baufälligkeiten des Turms am Markusplatz, wohl geändert.

Ein derart von Tourismus geprägter Ort wie die Lagunenstadt,
wird es sich wohl niemals erlauben können seine die Menschen aus aller Welt anziehenden Magneten verkommen zu lassen.

Auch nicht in Italien.

  

   
  
   

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