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Der Dogenpalast in Venedig

  
  

  

Der Dogenpalast (Palazzo Ducale) in Venedig zählt zu den bedeutendsten Profanbauwerken der Lagunenstadt; er liegt an der Piazetta San Marco direkt neben dem Markusdom, mit dem er jahrhundertelang das politisch-religiöse Zentrum Venedigs bildete. Über 900 Jahre war der Dogenpalast die Residenz von insgesamt 120 Dogen der Republik Venedig, die hier Ratsversammlungen abhielten, Staatsbesuche empfingen und pompöse Feste veranstalten; zusätzlich enthielt der Palast auch Gerichtssäle und Gefängniszellen. Bereits am Beginn des 9. Jahrhunderts entstand als Vorgängerbau des Dogenpalastes eine Residenz am „Rivo Alto“. Das Gebäude aus Holz brannte jedoch 976 zusammen mit der ersten Markuskirche vollständig nieder, auch ein kastellartiger Neubau mit Türmen, Wassergraben und Mauerring wurde wieder zerstört.

   
   
  

  

Den Grundstein für den eigentlichen Dogenpalast legte der Doge Sebastiano Ziani am Ende des 12. Jahrhunderts mit einem dreiflügeligen Gebäudekomplex, der u. a. den Justizpalast und den Versammlungssaal für den „Großen Rat“ enthielt. Unter dem Dogen Domenico Gradenigo begann ab 1340 ein Umbau im gotischen Stil, der bis heute das Bild des Dogenpalastes entscheidend prägt. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts folgten weitere Baumaßnahmen, sodass sich das Gebäude als einzigartige Stilmischung aus frühen orientalischen Elementen, Gotik und Renaissance präsentiert. Nach dem Ende der Republik Venedig residierten mehrere Ämter und Institutionen im Palast, seit 1923 ist der Komplex als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Der kostenpflichtige Eintritt erfolgt für Besucher durch die Porta del Frumento (Weizenpforte) an der Südseite bei der Bootsanlagestelle (Molo); die Öffnungszeiten sind 08:30-19:00 Uhr (Sommer) und 08:30-17:30 Uhr (Winter)..

   
   
  

  

In der abendländischen Baugeschichte gilt die Architektur des Dogenpalastes als einzigartiges, oft kopiertes Beispiel für Profanbauten der Gotik. Der gesamte vierflügelige Komplex ruht auf Baumstämmen und Fundamenten aus istrischem Stein, die Gebäude sind aus Ziegeln aufgebaut und vollständig mit Marmor verkleidet. Die Süd- und Westfront zeigen drei Geschosse, während die Ostseite viergeschossig gestaltet ist; der niedrige, eher unauffällige Nordflügel grenzt direkt an den Markusdom. Besonders prunkvoll erstrahlen die Südfassade zum Molo und die Westfassade zur Piazetta San Marco; sie sind unterteilt in eine untere Kolonnade, eine mittlere Loggia mit Säulengang und ein oberes Stockwerk, das durch große Fenster gegliedert wird. Neben der dominierenden venezianischen Gotik (Skulpturen, Ornamente, Säulen, Spitzbögen, Maßfenster) finden sich auch byzantinische Stilelemente wie die Zinnenkrone und das rosa-weiße Rautendekor am Obergeschoss. Im mittleren Stockwerk der Westfront befinden sich zwei rötliche Säulen, zwischen denen die Todesurteile an die Menge auf der Piazetta verkündet wurden. Während das Volk den Dogenpalast durch die Porta del Frumento betreten konnte, war der Zugang durch die Porta della Carta nicht erlaubt. Dieses Portal zwischen dem Markusdom und dem Palast stellt einen Höhepunkt der venezianischen Baukunst dar. Der reiche Skulpturenschmuck, die Strebepfeiler mit Fialen und die verzierten Spitzbogenfenster wurden im Stil der Spätgotik ausgeführt, sie demonstrieren das Selbstbewusstsein und die Macht der Republik Venedig.

   
   
  

  

  Die Porta della Carta und der anschließende sechsjochige Gang „Arco Foscari“ führen in den Innenhof direkt zum Treppenaufgang „Scala dei Giganti“, auf dem die Inthronisation des neuen Dogen stattfand. Neben einem Brunnen, dem kleinen Platz der Senatoren und der Kapelle San Nicolò enthält der Hof mehrere Treppenaufgänge (u. a. Scala d'Oro), die zu den Innenräumen in den oberen Stockwerken führen. Besonders sehenswert ist der 54 m lange „Saal des Großen Rates“; hier versammelten sich rund 1.000 Adlige zur Wahl des Dogen. Die Fenster des Saales erlauben einen weiten Blick über die Lagune, während die gesamte Rückwand von Jacopo Tintorettos Gemälde „Das Paradies“ eingenommen wird; das Bild gilt als zweitgrößtes Ölgemälde der Welt. Ein sehr spannender Teil des Dogenpalastes sind die Gefängniszellen, die unter dem verbleiten Dach (Piombi) und im Erdgeschoss (Pozzi) lagen. In den Piombi war die Hitze unerträglich, während die Pozzi bei Hochwasser häufig überflutet waren; die Bedingungen in den Zellen beschrieb ein berühmter Insasse, dem die Flucht gelang – Casanova.

   
   
  

  

  

   
   
  

  

Die Figuren am Eck des Dogenpalastes stellen Adam und Eva dar.

   
  
  

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