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Die Markuskirche in Venedig

  
  

  

Das Glanzstück am Markusplatz.
Der Name der Kirche  kommt von Apostel Markus,
dessen Gebeine in der Kirche begraben sind.

   
  
   

  

  Der prachtvolle Markusdom gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Venedigs,
er befindet sich an der Ostseite des Markusplatzes im Stadtviertel San Marco.

Wie alle historischen Stadtteile der Lagunenstadt ist auch das Viertel
um die Basilika San Marco vom Absinken des Bodens betroffen,
weshalb einige Stufen vom Markusplatz zum Kircheneingang hinabführen.

Die Ursprünge des Markusdomes reichen bis in das 9. Jahrhundert zurück.
In den Jahren 829-832 ließ der Doge Giovanni I. Partecipazio eine Palastkapelle errichten,
die als Ruhestätte für die Gebeine des Evangelisten Markus diente.

Dieses erste Bauwerk erhielt den Namen Markuskirche nach dem neuen Stadtheiligen,
der den Hl. Theodor als Schutzpatron Venedigs ablöste.
Ein Großfeuer zerstörte 976 das gesamte Gebäude,
der heutige Markusdom entstand als Nachfolgebau 1063-1094
unter dem Dogen Domenico Contarini.

Einer Legende nach wurden mit dem Abschluss der Bauarbeiten
die verschwundenen Gebeine des Hl. Markus am 25. Juni 1094 wiederentdeckt.
Bis zum Ende der Republik Venedig im Jahr 1797 stellte der Markusdom ein Staatsheiligtum dar,
seit 1807 ist die Markuskirche die Kathedrale des venezianischen Bischofs.

   
  
   

  

  Die Architektur des Markusdomes zeigt einen sehr starken Einfluss des byzantinischen Baustils,
 bei der Erbauung könnte die Apostelkirche Konstantinopels als Vorbild gedient haben;
dies belegt die enge Verbindung zwischen den beiden mittelalterlichen Handelszentren.

Den Grundriss der Markuskirche bildet ein ungleichmäßiges griechisches Kreuz
mit 76,5 m Länge und 62,6 m Breite.
Das Zentrum und die Kreuzarme werden durch insgesamt fünf Kuppeln überwölbt,
wobei die zentrale Vierungskuppel eine Höhe von 45 m erreicht.

Nach byzantinischem Muster erhielt der Markusdom 1231-1253 eine Vorhalle
mit acht kleinen Kuppeln, die Anbauten des 14. Jahrhunderts dagegen
entstanden im gotischen Stil.

   
  
   

  

  Die repräsentative, zweistöckige Hauptfassade zum Markusplatz
wird durch fünf Portale gegliedert, deren Bögen einen reichen Mosaikschmuck enthalten.

Die Mosaiken zeigen überwiegend biblische und venezianische Motive;
besonders hervorzuheben ist die nördliche Porta Sant'Alipio mit einer Ansicht des Markusdomes
aus dem 13. Jahrhundert.

Als Dekoration besitzt die Fassade eine reiche Verkleidung aus 2.600 antiken Säulen
und zahlreichen Skulpturen wie die Tetrarchen an der Porta della Carta.
Die Verzierungen bestehen aus Marmor, Serpentin, Alabaster, Jaspis und Porphyr,
sie sind – wie die vier vergoldeten Pferde auf der Galerie des oberen Stockwerks –
größtenteils eine Kriegsbeute aus dem 4. Kreuzzug von 1204.

Die Pferde von San Marco waren Teile einer antiken Quadriga
und stammen aus dem 1. Jahrhundert, sie wurden von unbekannten Meistern
aus Bronze mit einem extrem hohen Kupferanteil gegossen.

Um einen möglichst natürlichen Eindruck zu erzielen und eine Blendung im Sonnenlicht zu vermeiden,
weist der Goldüberzug eine Vielzahl von Einritzungen auf.

   
  
   

  

  

   
  
   

  

  

   
  
   

  

  

   
  
   

  

  

Das Kircheninnere wird durch Pfeiler und Säulen in drei Schiffe unterteilt,
wobei die mächtigen Pfeiler die Last der Kuppeln tragen;
die Arme des Querhauses sind ebenfalls dreischiffig angelegt.

Der Innenraum repräsentiert den Reichtum und die Macht der Republik Venedig,
die hier Kunstschätze aus dem gesamten Handelsimperium zusammengetragen hat.

Die Ausstattung bildet einen Höhepunkt der abendländischen Mosaikkunst;
die Mosaiken nehmen insgesamt eine Fläche von mehr als 8.000 m² ein,
sie gehören damit zu den größten zusammenhängenden Mosaikflächen weltweit.

Die Bildermosaiken zeigen die gesamte biblische Geschichte des Christentums
 sowie Inszenierungen der venezianischen Serenissima.

Der Boden besteht aus ornamentalem Marmormosaik,
während die oberen Wandbereiche und die Decke
von bunten Glasplättchen auf Goldgrund bedeckt werden;
dadurch erhielt der Markusdom den Beinamen „Goldene Basilika“.

Weitere Höhepunkte der Inneneinrichtung sind das Goldantependium
des Hochaltars (Pala d'Oro), die Ikonostase im Chorbereich und die Doppelkanzel.
Die Markuskirche ist für eine kostenlose Besichtigung ganzjährig von
09:45-17 Uhr geöffnet (Sonntag 14-17 Uhr),
 in den Wintermonaten schließen sich die Dompforten bereits um 16 Uhr.

Neben einer angemessenen Bekleidung sollten Besucher das
Verbot von Foto- und Filmaufnahmen beachten;
zusätzlich wird im gesamten Kirchenraum um Ruhe gebeten,
denn trotz aller Pracht hat der Markusdom auch eine sakrale Funktion –
als Bischofskirche.

   
  
   

  

  

   
  
   

  

  

   
  
   

  

  

   
  
   

  

  

   
  
  

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